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Fremdingen
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Fremdingen (Rieserisch: Fremde) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries.

Contents

• Geografie
• Lage
• Geschichte
• Politik
• Gemeinderat
• Wappen
• Verkehr
• Bildung
• Literatur
• Weblinks

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Geografie

Lage

Die Gemeinde liegt in der Region Augsburg, am Nordrand des Nördlinger Rieses und etwa 14 km nördlich von Nördlingen. Im Westen grenzt sie an Baden-Württemberg. Die Mauch, ein Nebenfluss der Eger, durchfließt den südwestlichen Gemeindeteil und den Kernort Fremdingen.

Gemeindegliederung

Es gibt 15 Gemeindeteile (in Klammern sind der Siedlungstyp und die Einwohnerzahlen Stand 2016?, angegeben):cite-ref-2[2]cite-ref-3[3]cite-ref-4[4]

• Bühlingen (Dorf, 47 E.)
• Eitersberg (Weiler, 23 E.)
• Enslingen (Dorf, 84 E.)
• Fremdingen (Pfarrdorf, 869 E.)
• Grünhof (Einöde, 4 E.)
• Hausen (Pfarrdorf, 254 E.)
• Herblingen (Kirchdorf, 207 E.)
• Hochaltingen (Pfarrdorf, 286 E.)
• Hochstadt (Weiler, 18 E.)
• Nonnenbergmühle (Einöde, 2 E.)
• Oppersberg (Einöde, 10 E.)
• Raustetten (Weiler mit Kirche, 52 E.)
• Schopflohe (Pfarrdorf, 338 E.)
• Seglohe (Kirchdorf, 93 E.)
• Uttenstetten (Einöde, 5 E.)

Die Einöde Erlhof gehört zu Hochstadt.

Gemarkungen sind Fremdingen, Hausen, Herblingen, Hochaltingen, Schopflohe und Seglohe.

Geschichte

Funde belegen die Anwesenheit von Menschen schon in der Jungsteinzeit. Das Dorf wurde im 6. Jahrhundert n. Chr. von den Alemannen gegründet. Als erster Beleg erscheint um 1193 ein „Gotefrit de Frometingen“ in einer Urkunde des Klosters Kaisheim als Ministerialer der Oettinger Grafen.

Die Ortsadeligen „Frometinger“ dürften ihren Sitz am Fuß des Kirchbergs gehabt haben, also in unmittelbarer Nähe des heutigen Rathauses. Im 14. Jahrhundert verlieren sich ihre Spuren. Im Mittelalter teilten sich die Grafen von Oettingen und die Herren von Hochaltingen die Dorfherrschaft.

Bis zur GemeindegrĂĽndung

Fremdingen gehörte zum Fürstentum Oettingen-Spielberg. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. 1818 wurde mit dem Zweiten Gemeindeedikt die Ruralgemeinde Fremdingen gebildet mit folgenden Ortsteilen:

• Bühlingen (81 E.)
• Fremdingen (421 E.)
• Grünhof (9 E.)
• Oppersberg (17 E.)
• Raustetten (34 E.)
• Uttenstetten (10 E.)

Vor 1875 kam Enslingen dazu.cite-ref-5[5]

Gebietsreform der 1970er Jahre

Der Landkreis Nördlingen, dem Fremdingen vor der Gebietsreform angehörte, wurde am 1. Juli 1972 aufgelöst; die Gemeinde kam zum neu gebildeten Landkreis Nördlingen-Donauwörth, der ab 1. Mai 1973 in Landkreis Donau-Ries umbenannt wurde. Am 1. Mai 1978 wurden die Gemeinden Fremdingen (mit Bühlingen, Enslingen, Grünhof, Oppersberg, Raustetten und Uttenstetten), Hausen, Herblingen (mit der Nonnenbergmühle), Hochaltingen, Schopflohe sowie Seglohe (mit Eitersberg und Hochstadt) zur neuen Gemeinde Fremdingen zusammengeschlossen.cite-ref-gemeindeverzeichnis1970bis1982-6-0[6] Der Weiler Bosacker, bisher Gemeindeteil von Schopflohe, wurde am 1. Mai 1978 in die Marktgemeinde Weiltingen und zugleich in den Landkreis Ansbach umgegliedert.

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 2074 auf 2068 Einwohner bzw. um 0,3 %.

Politik

BĂĽrgermeister

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2014 Frank Merkt (Bürgerlicher Wahlblock). Bei der Kommunalwahl 2020 wurde er mit 94,5 % der Stimmen wiedergewählt. Sein Vorgänger war Klaus Lingel (* 1949, CSU/Bürgerlicher Wahlblock), der 24 Jahre im Amt war.

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 14 Mitgliedern, er setzt sich in der Amtszeit vom 1. Mai 2020 bis 30. April 2026 wie folgt zusammen:

• CSU 3 Sitze
• Bürgerblock Hochaltingen-Herblingen 3 Sitze
• Bürgerblock Hausen-Seglohe 3 Sitze
• Bürgerblock Schopflohe 2 Sitze

Wappen

Wappen der Gemeindeteile

Baudenkmäler

→

Hauptartikel

:

Liste der Baudenkmäler in Fremdingen

• Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Hochaltingen
• Katholische Filialkirche St. Michael und Laurentius in Herblingen
• St. Peterskapelle bei Uttenstetten

Bodendenkmäler

→

Hauptartikel

:

Liste der Bodendenkmäler in Fremdingen

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Jahr 2017 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 1.671.000 €, davon waren 419.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer lag bei 940.000 € und der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer bei 67.000 €. Die Gemeinde war 2017 schuldenfrei.

Wirtschaft einschlieĂźlich Land- und Forstwirtschaft

2017 gab es in der Gemeinde 551 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 883 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 332 Personen größer als die der Einpendler. 16 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 77 landwirtschaftliche Betriebe, die insgesamt 1744 ha Fläche bewirtschafteten.

Die Zahl der Gästeübernachtungen im Jahr 2017 betrug 15.636; es gab vier Beherbergungsbetriebe.

Verkehr

Die BundesstraĂźe 25 fĂĽhrt durch die Gemeinde und westlich an Fremdingen vorbei. Von dieser zweigt die StaatsstraĂźe 2214 Richtung Oettingen ab.

bahnhofDer Bahnhof Fremdingen sowie der ehemalige Haltepunkt Bühlingen im gleichnamigen Gemeindeteil liegen an der Bahnstrecke Nördlingen–Dombühl. Hier finden saisonal im Sommer Sonderfahrten des Bayerischen Eisenbahnmuseums statt.

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen:

• Kindertagesstätte mit 100 Plätzen und 98 betreuten Kindern, davon 19 unter drei Jahren (Stand 1. März 2018) und
• Grundschule Fremdingen mit sechs Lehrern und 86 Schülerncite-ref-8[8]

Persönlichkeiten

• Conrad Laib (* um 1405 in Enslingen; † nach 1457), Maler, Leiter einer bedeutenden Werkstatt der Ars Nova in Salzburg

Literatur

• Dieter Kudorfer: Nördlingen (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Schwaben. I, 8). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9886-X (Digitalisat).

Weblinks

Commons

: Fremdingen

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

• Gemeinde Fremdingen
• Fremdingen: Amtliche Statistik des Bayerischen Landesamtes für Statistik

Einzelnachweise

cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-by-11. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern – Basis: Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu).
cite-note-22. ↑ Gemeinde Fremdingen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 3. September 2019.
cite-note-33. ↑ Gemeinde Fremdingen, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 9. Dezember 2021.
cite-note-44. ↑ cm city media GmbH – www.cmcitymedia.de: Unsere Gemeinde ist eine Flächengemeinde mit insgesamt 15 Ortsteilen. In: www.fremdingen.de. Gemeinde Fremdingen, abgerufen am 19. Juni 2016.
cite-note-55. ↑ Geschichte von Fremdingen auf der Gemeinde-Website
cite-note-gemeindeverzeichnis1970bis1982-66. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 794 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
cite-note-wappen-72. Wappen von Fremdingen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
cite-note-88. ↑ Grundschule Fremdingen in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 30. Oktober 2020.